Mini-Lexikon


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A

    Abkürzungsverzeichnis
    ETW - Eigentumswohnung
    EFH - Einfamilienhaus
    MFH - Mehrfamilienhaus
    DH - Doppelhaus
    DHH - Doppelhaushälfte
    RH - Reihenhaus

    Abschreibung
    Als Abschreibung wird der Wertverlust durch Alterung, Verschleiß, Preisverfall und Unfallschäden von Vermögen bezeichnet. Dabei werden über einen festgelegten Zeitraum und durch einen vom Gesetzgeber festgelegten Prozentsatz, der Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Immobilie, Steuern mindernd geltend gemacht.
    Die Abschreibung ist damit der jährlich steuerliche Wertverlust der Immobilie.


    Anderkonto
    Anderkonto ist ein im eigenen Namen, aber für fremde Rechnung unterhaltendes Konto. Bei Immobiliengeschäften kann vertraglich vereinbart werden, dass der vom Käufer gezahlte Kaufpreis vom Notar treuhändisch verwaltet und nur nach Erfüllung vertraglicher Gegenleistung des Verkäufers an diesen überwiesen wird. Die Führung eines Anderkontos durch einen Notar bringt Kosten mit sich, garantiert aber größtmögliche Sicherheit und eine problemlose Abwicklung des Geschäftsvorhabens.

    Annuität
    Jährlich gleich bleibende Gesamtbelastung bei zunehmender Tilgungs- und abnehmender Zinszahlung, sodass die vereinbarte Laufzeit letztlich zur Rückzahlung des Darlehns führt.

    Anschlussfinanzierung
    Bei einer Anschlussfinanzierung handelt es sich um ein Darlehen, das sich dem ursprünglichen Darlehen entweder nach oder noch während der vereinbarten Zinsbindung schließt. Ob mit dem alten oder einem neuen Finanzpartner, entscheiden Sie. Maßgeblich für die Wahl des Partners für Ihre Anschlussfinanzierung sollten aber immer die besseren Konditionen sein - für die lohnt sich oft auch ein Partnerwechsel. Hierfür werden ebenfalls die Begriffe Anschlussdarlehen oder Umschuldung verwendet.

    Auflassung
    Die Auflassung ist die zur Übertragung des Eigentums an einem Grundstück erforderliche Einigung des Veräußerers und des Erwerbers. Diese kommt rechtswirksam zu Stande, wenn beide Parteien, in Anwesenheit eines Notars ihre übereinstimmende Willenserklärung beurkunden lassen.


    Auflassungsvormerkung
    Wenn der Kaufvertrag unterschrieben ist, ist der Käufer noch nicht der Eigentümer der Immobilie. Um die Interessen des Käufers zu schützen, lässt der Notar die Auflassung im Grundbuch ver- bzw. vormerken. Die Vormerkung bleibt bestehen, bis die Umschreibung endgültig erfolgt ist. wDies sichert schuldrechtlichen Anspruch des Erwerbs auf Übertragung des Eigentums an einem Kaufobjekt.

B

    Bauerwartungsland
    Man unterscheidet zwischen dem subjektiven Bauerwartungsland und objektiven Bauerwartungsland. Beim subjektiven, ist mit großer Wahrscheinlichkeit zu erwarten, dass dessen Bebaubarkeit in naher Zukunft auf Grund der Lage zu erwarten ist. Beim objektiven hingegen, ist die Bebaubarkeit bereits im Flächennutzungsplan für dieses Gebiet festgelegt.

    Bautenstandsbericht
    Bei Neubauten und oft auch bei Modernisierung  werden Darlehen üblicherweise nach Baufortschritt dem Bautenstand entsprechend ausgezahlt. Der Architekt bzw. der Bauherr muss den erreichten Bautenstand bestätigen, hierzu wird ein Bautenstandsbericht erstellt. Daraufhin zahlt die Bank den entsprechenden Darlehensteil aus.

    Bebauungsplan
    Ein Bebauungsplan entsteht aus einem Flächennutzungsplan. Für die Bauflächen werden die Art und das Maß der Nutzung, die Bauweise und grundsätzlich auch die Dachform angegeben.

    Bonität
    Bonität ist das Fremdwort für Kreditwürdigkeit.

D

    Dingliche Absicherung
    Absicherung eines Kredites durch Grundpfandrechte.


    Disagio
    Disagio, ist der Differenzbetrag zwischen dem Nennwert des Darlehens und dem Auszahlungsbetrag.
    Grund eines Disagios/Damnums ist die Vereinbarung eines niedrigen Zinssatzes mit den Geldinstituten. Ein Disagio/Damnum sind Zinsen, die vorab gezahlt werden. Man könnte diese aber auch als Bearbeitungsgebühren auslegen. Zur Verdeutlichung: Bei einer Kreditsumme von 100.000 Euro beträgt die Auszahlungssumme bei einem Beispiel von 2 % Disagio 98.000 Euro. Außerdem kann der Betrag des Disagios im Jahr der Auszahlung und bei Erfüllung der Rahmenbedingungen steuerlich geltend gemacht werden. Bei der Finanzierung einer vermieteten Immobilie kann der Eigentümer das Disagio steuerlich als Werbungskosten geltend machen. Für Selbstnutzer gibt es keine steuerlichen Vorteile durch das Disagio.

E

    Effektivzins
    Der Effektivzins ist der tatsächlich anfallende Zinsbetrag pro Jahr für einen Kredit. Im Effektivzins sind z.B. Auszahlungskurs, Nominalzins, Festschreibungsdauer sowie Laufzeit und Tilgung enthalten. Was dieser Wert jedoch nicht erfasst sind Bereitstellungszinsen, Kontoführungsgebühren und Schätzgebühren.

    Einheitswert
    Der Einheitswert ist ein bestimmter Prozentsatz des tatsächlichen Grundstückswertes und dient ausschließlich als Grundlage für die Besteuerung. Er wird als Bemessungsgrundlage für verschiedene Abgaben wie z.B. Vermögenssteuer, Bodenwertabgabe, Grundsteuer, Erbschafts- und Schenkungssteuer, durch die Finanzämter ermittelt. Dieser Wert wird von wirtschaftlichen Einheiten nach steuerlichen Bewertungsvorschriften in größeren Zeitabständen berechnet.

F

    Fälligkeitsbescheinigung
    Liegen alle notwendigen Dokumente vor, gibt der Notar dem Käufer das Signal zur Zahlung des Kaufpreises, die so genannte Fälligkeitsmitteilung. Zunächst werden damit alle Gläubiger des Verkäufers bezahlt, dann erhält dieser die Restsumme. Jetzt erst kann das Eigentum im Grundbuch umgeschrieben werden.


    Festschreibung
    Der im Darlehensvertrag vereinbarte Zinssatz wird auf eine gewisse Laufzeit festgeschrieben. Die bei Vertragsabschluss festgelegten Konditionen bleiben auch bei Marktschwankungen für diesen Zeitraum unveränderlich. 


    Fertighaus
    Die Bauteile wie z.B. Dach und Wände von Fertighäusern sind im Vergleich zu gemauerten Massivhäusern zum großen Teil industriell vorgefertigt. Die einzelnen Elemente werden dann meist in  kurzer Zeit auf der Baustelle montiert. Fertighäuser zählen zur preisgünstigeren Variante und kommen in den letzten Jahren immer öfter zur Anwendung.


    Freistellungserklärung
    Beim Kauf vom Bauträger ist dies die Erklärung, des für den Bauträger vorfinanzierenden Kreditinstitutes gegenüber dem Notar, den Käufer Zug um Zug aus der Haftung für das Gesamtobjekt zu entlassen. Beispiel: Ein Bauträger erstellt 30 gleiche Reihenhäuser, die mit 5.000.000 EUR vorfinanziert und als Globalbelastung ins Grundbuch eingetragen werden und für die jeder Käufer zunächst mit Eintragung ins Grundbuch haftet. Liegt die Freistellungserklärung vor, haftet der Käufer nur noch mit 1/30 der Gesamtschuld.

G

    Grundbuch
    Das Grundbuch ist ein amtliches öffentliches Verzeichnis von Grundstücken. Es beinhaltet: das Bestandsverzeichnis (Flurnummer, Lage, Größe usw.) die erste Abteilung (Eigentümer, Eigentümerwechsel, Grund der Eintragung) die zweite Abteilung (Lasten und Beschränkungen) und die dritte Abteilung (Eintragung von Hypotheken, Grund- und Rentenschulden).


    Grunderwerbsteuer
    Die Grunderwerbsteuer ist eine Steuerabgabe, die beim Erwerb eines bebauten und unbebauten Grundstücks anfällt. Derzeit beträgt sie 3,5%. Bemessungsgrundlage ist der Kaufpreis des Objektes.


    Grundpfandrechte
    Grundpfandrechte bilden die Grundlage zur Kreditsicherung durch Immobilien. Gewährt etwa ein Geldinstitut einen Kredit, besitzt dieses gegenüber dem Kreditnehmer Grundpfandrechte wie Hypothek oder Grundschuld.


    Grundschuld
    Eine Grundschuld ist ein Grundpfandrecht, dass für Gläubiger ein gewährtes Darlehen absichert. Es wird nach vorbestimmter Rangfolge in Abteilung 3 des Grundbuches eingetragen. Soll die Grundschuld am Ende gelöscht werden, so muss dies durch den Grundstückeigner  beantragt werden.
    Die Grundschuld steht im Gegensatz zur Hypothek und ist im Falle einer Umschuldung/Anschlussfinanzierung, an andere Gläubiger abtretbar.


    Grundsteuer
    Grundsteuer ist eine Steuer, die auf jede Art von Grundbesitz zu entrichten ist. Sie wird von Gemeinden wert- und objektbezogen erhoben. Es werden bundesweit die gleichen Grundsätze zur Berechnung angewandt, jedoch wird je nach Gemeinde, um Zuzügler zu locken, die Höhe unterschiedlich angesetzt.

H

    Hypothek
    Die Hypothek stellt wie die Grundschuld ein Grundpfandrecht dar, mit dem ein Grundstück zur Sicherung eines Darlehens durch Eintragung ins Grundbuch belastet wird. Die Hypothek steht im Gegensatz zur Grundschuld und zeichnet sich durch die enge Verknüpftheit der Geldforderung des Gläubigers mit dem Grundstück aus und ist daher nicht abtretbar.

K

    Kaufnebenkosten
    Beim Kauf einer Immobilie entstehen folgende Nebenkosten: Grunderwerbsteuer (3,5%), Notar- und Grundbuchgebühren (1,5%) und ggf. Maklerprovision (ab 3,48%). Diese Nebenkosten dürfen bei der Kalkulation der Gesamtinvestition nicht vernachlässigt werden. Laufende Nebenkosten nach Immobilienerwerb fallen in Form der Betriebskosten/Bewirtschaftungskosten an (z.B. Straßenreinigung, Müllgebühren etc.). Sie sind bei der Ermittlung der monatlichen Gesamtbelastung aus der Immobilie zu berücksichtigen
    .

    Katasteramt
    Das Katasteramt ist Teil der Baubehörde mit der Aufgabe, alle Gebäude, Grundstücke und landschaftlichen Eigenheiten zu kartieren und ein Verzeichnis der Flurstücke, bestehend aus Flurkarte, Flurbüchern und Angaben zu Gebäuden und Eigentümern, zu beschreiben.

N

    Nachfinanzierung
    Als Nachfinanzierung wird ein über die ursprünglich abgeschlossene Summe hinausgehenden Finanzierungsbedarf bezeichnet. Eine Nachfinanzierung kann notwendig werden, wenn die für das Bauvorhaben geplanten Kosten während der Bauphase überschritten werden und deswegen zusätzliche Gelder aufgenommen werden müssen.

T

    Teilungserklärung
    Erklärung eines Grundstückseigentümers gegenüber dem Grundbuchamt, dass das Eigentum an dem Grundstück in Miteigentumsanteile aufgeteilt und mit jedem Miteigentumsanteil das Sondereigentum an bestimmten Räumlichkeiten des vorhandenen Gebäudes oder von noch zu errichtenden Gebäuden verbunden sein soll. Die Teilung wird wirksam mit der Anlegung von eigenen Wohnungsgrundbüchern. Dadurch ist es möglich, diese „Miteigentumsanteile“ selbstständig zu belasten.


    Tilgung
    Als Tilgung bezeichnet man die Rückführung einer Geld- bzw. Kapitalschuld.


    Tilgungsaussetzung
    Die Tilgungsaussetzung ist eine besondere Form der Baufinanzierung. Anders als beim Annuitaetendarlehen zahlen Sie zunächst Ihren Kredit nicht zurück, sondern setzen die Tilgung völlig aus. Als Tilgungsersatz werden die Ansprüche aus Kapitallebensversicherungen, private Rentenversicherungen, Bausparverträgen oder Investmentfonds abgetreten. Diese werden separat bespart und am Ende der Laufzeit zur Rückführung des Darlehens verwendet. Dabei ist die Mindestbesparung Bestandteil des Kreditvertrages.

U

    Umschuldung
    Als Umschuldung wird die Begründung einer neuen Schuld zur Begleichung einer bestehenden Schuld bezeichnet. Bei gefallenen Zinsen ist es für einen Darlehnsnehmer günstiger, einen unter schlechteren Zinsbedingungen abgeschlossenen Kredit durch die Aufnahme eines neuen, zinsgünstigeren Kredits vorzeitig zu tilgen.

V

    Valuta
    Im Überweisungsverkehr, wie auch im Kredit- und Wertpapiergeschäft der Banken spielt die Wertstellung, die Valuta oder Valutierung, eine große Rolle. Von ihr hängt der Zeitpunkt ab, von dem an Guthaben oder Kredite verzinst werden.


    Verkehrswert
    Der Verkehrswert einer Immobilie, wird durch den Preis bestimmt, der zu dem Zeitpunkt auf den sich die Ermittlung bezieht, im gewöhnlichen Geschäftsverkehr zu erzielen wäre.


    Vorfälligkeitsentschädigung
    Entgelt, für die dem Kreditinstitut entstehenden Verluste bei einer außerplanmäßigen Rückzahlung eines Darlehens. Bei Immobilienfinanzierungen werden die Zinskonditionen für eine bestimmte Laufzeit festgeschrieben. Kreditinstitute besorgen sich (refinanzieren), die für die Herausgabe des Darlehens notwendigen Gelder genau für diese Laufzeit. Wird das Darlehen vom Verbraucher vorzeitig zurückgezahlt, so können den Kreditinstituten, je nach Höhe der Zinskondition, Restlaufzeit und Restschuld, erhebliche Verluste entstehen, die sie dann über die Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung ausgleichen.

Z

    Zwischenfinanzierung
    Eine Zwischenfinanzierung dient der Überbrückung eines kurzfristigen Kreditbedarfs (z.B. während der Bauphase). Die Zwischenfinanzierung wird später durch Eigenkapital (z.B. aus Verkauf einer anderen Immobilie) oder die Auszahlung der langfristigen Finanzierungsmittel abgelöst.



Quelle: Die Artikel basieren zum Teil auf den jeweiligen Beschreibungen der Begriffe der freien Enzyklopädie Wikipedia
 
 
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